Opening Ceremony, Foto: Tobias Schad

Ein letztes Mal zum Familientreffen nach Bonn

Es lässt einen doch ein wenig wehmütig werden. Man kommt in der gewohnten und geschätzten Convention-Umgebung an, glaubt kaum, dass es nun ein halbes Jahr her sein soll, dass man sie von der HobbitCon verlassen hat und steht hier nun in der Tür mit dem Wissen, dass es nun zumindest für die RingCon Abschied nehmen heißt. Ja, es war schon ein ziemlicher Schock, als sich eine Woche vorher die Nachricht wie ein Lauffeuer verbreitet hat. Explosionsartig wusste die ganze RingConnie-Familie (Ja, Familie ist hier der richtige Ausdruck) Bescheid. Nach 13 Jahren Familientreffen mit stetigem Familienzuwachs ist Schluss.

Doch es wäre kein würdiges Ende der RingCon gewesen, wenn wir uns alle davon hätten runterziehen lassen. Ein letztes Mal Party bis in die Morgenstunden. Und ich mag vorweg greifen: Das war ein fantastisches und würdiges Ende einer Ära. Die RingCon hätte nichts anderes verdient.

Am Freitag war alles noch sehr unwirklich. Alle trudelten nach und nach Zuhause ein. Große Wiedersehensfreude bei mehr als liebgewonnenen Freunden und alle stellen mit Freude fest: Hier hat sich wirklich nichts verändert und das ist gut so.

Sparflamme am Freitag

Mit dem etwas schmalen Programm am Freitag konnte sich schonmal gut eingestimmt werden. Wenn ich mir nämlich nochmal rückblickend meinen Plan anschaue, dann war mein Wochenende ein regelrechter Panel-Marathon. So lange saß ich, glaube ich, noch nie auf einer Convention in den Panels.

Mein Convention-Freitag begann erst um 14 Uhr mit dem Game of Thrones Panel mit Amrita Acharia (Irri) und Finn Jones (Loras Tyrell). Amrita brauchte sichtlich, um mit den Fragen und der Situation klar zu kommen, während Finn, als alter RingCon-Hase, wieder voll bei der Sache war.

Das irgendwann nicht mehr ganz so große Mysterium um Finn Jones an diesem Wochenende: Auf der Bühne trug er die ganze Zeit eine Mütze, mit der Begründung, seine Frisur sei ein viel zu großer Hinweis darauf, wie es mit Loras in der neuen Staffel Game of Thrones weitergehen würde. Aha, als ob wir das nicht schon ahnen würden?

Dass Finn schon sehr in der Game of Thrones Materie drin ist, wussten wir alle schon lange, aber was der Gute sich wirklich für ernsthafte Gedanken um den Verlauf der Storyline macht, überraschte dann doch wirklich jeden im Saal.

Miss Geek präsentiert, Finn Jones Theorie zum Ende von Games of Thrones: Es wird auf einen finalen großen Krieg zwischen Eis und Feuer hinauslaufen. Ganz Westeros wir zerstört werden. Doch wer sitzt auf dem Eisernen Thron? Niemand, verdammt. Erinnert ihr euch, was einen White Walker töten kann? Natürlich, valyrischer Stahl. Und woraus besteht dieser verdammte Thron? Richtig! Valyrischem Stahl. Es wäre also gar nicht mal so abwegig, wenn irgendwer die brillante Idee hat, den Thron einzuschmelzen, um an den Stahl zu kommen und damit die White Walker zu bekämpfen. Doch Westeros wird trotzdem in Schutt und Asche liegen… Und die Children of the Forest bauen alles wieder auf. Gemeinsam mit Bran, der eine entscheidende Rolle darin spielen soll.

Wow, mind blowing.

Mit solchen überraschenden Dingen sollte am Freitag aber noch nicht Schluss sein. Ian Beattie, Meryn Trant in Game of Thrones, war bis dato einer der Star Gäste, die mich noch nicht ganz so gefixt haben. Panel ansehen ja, aber wirklich eine kleine Fangirl-Attacke bekommen… noch nicht so wirklich. Nach einer Stunde hat sich das komplett geändert. Oh mein Gott, ist Ian ein sympathischer Mensch. Gerade durch seine Beschreibung einer ganz bestimmten brutalen Szene seine Charakters wuchs er jedem wirklich ans Herz und entfachte den Wunsch ihn tröstend in den Arm zu nehmen. (Ich gehe an dieser Stelle auf Grund von möglichen Spoilern nicht näher auf die Szene ein. Wer die Serie kennt, wird wissen, wovon ich rede)

Ian berichtete, dass er am Morgen vor dem Dreh seine Frau angerufen hätte: „Nach dem Dreh muss ich eventuell in eine Kneipe und einen Drink zu mir nehmen. Vielleicht auch zwei. Oder vermutlich eher sechs.“ Er gab selbst zu, dass, hätten die Mädchen ihren Job nicht so verdammt gut gemacht, die Szene niemals hätte funktionieren können. Es sei so schrecklich für ihn gewesen, so etwas zu spielen. Nach jedem Cut habe er die Mädchen in den Arm genommen, gefragt ob sie ein Eis wollen und versucht alles so angenehm wie möglich zu machen. Doch ihn selbst nahm das alles wohl am meisten mit. Nach dem Dreh sei er nur auf die Toilette gelaufen und sei in Tränen ausgebrochen.

Armer Ian…

Weiter im Panel-Text: Ein leider etwas, meiner Meinung nach, enttäuschendes Panel inhaltlich gesehen, war das Panel von Harry Melling, Dudley Dursley, und Jessie Cave, Lavender Brown. Beider wirkten auf jeden Fall sehr sympathisch. Jessie erinnerte lustiger Weise an eine Teenager-Version von Professor Trewlaney (Was auf gar keinen Fall böse gemeint ist, ganz im Gegenteil) und einer ordentlichen Prise Luna Lovegood. Hach, schöne Erinnerungen an die Harry Potter Zeit.

Am Ende des Tages war es soweit: Opening Time! Was bei der Opening so alles abging, lässt sich kaum in Worte fassen. Außer vielleicht: Willkommen Zuhause!

Um euch einen kleinen Eindruck von der Opening Ceremony zu vermitteln, hat unser Fotograf eine fantastische Fotogalerie zusammen gestellt, die ihr hier auf unserer Homepage oder auf Facebook sehen könnt.

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