Jahresrückblick 2015

In diesem Jahr gab es wieder so einige Highlights in der Geek-Welt. Sei es als der neuste Kinostreifen, der über die Leinwand flimmert oder die tollen Erlebnisse und Bekanntschaften auf den Conventions. Hier sind unsere geekigen Highlights 2015:

Film

Ully: Im Kino war Marvel dieses Jahr wieder mit zwei Filmen vertreten. Auf The Avengers 2: Age of Ultron hatte ich mich schon lange gefreut und wurde (fast) nicht enttäuscht, bis auf die (in meinen Augen) unnötige Liebesgeschichte zwischen Bruce und Natasha und das ebenfalls völlig unnötige Ableben Quicksilvers. Ich habe gut gelacht, der Film war spannend, reicht für mich jedoch nicht an den ersten Teil heran. Vielleicht wächst der Film ja noch, wenn ich ihn noch ein paar mal sehe. Ant Man hat mich persönlich positiv überrascht. Ich hatte nicht viel erwartet, wusste gar nicht, was ich erwarten sollte und fand den Film fantastisch!
Was Filme des Jahres angeht, darf
Star Wars: Episode VII – Das Erwachen der Macht natürlich nicht fehlen. Ich hatte hohe Erwartungen , was aufgrund des vorangehenden Hypes kein Wunder war. Ausverkaufte Kinos schon Wochen vor der Premiere, dieser Film MUSSTE einfach fantastisch werden! Und tatsächlich ist es J. J. Abrams gelungen, den Zauber der alten Star Wars Filme wieder einzufangen. Die Handlung mag nicht besonders originell sein, vielleicht sogar ein wenig vorhersehbar, und dennoch entführt einen der Film wieder in eine komplett andere Welt – etwas, dass die Episoden IV – VI zumindest bei mir kaum geschafft haben. Und mehr hab ich mir ja auch gar nicht gewünscht. (Davon abgesehen, wer hätte gedacht, dass es einen niedlicheren Druiden als R2D2 geben kann? Wie süß ist BB-8, bitte?)

Sara: Was die Kinofilme anging war das letzte Jahr natürlich der absolute Hammer! Allein was aus dem Marvel Universum alles über die Leinwände flimmerte… Holla die Waldfee. Naja, lassen wir mal Fantastic Four bei Seite (Mein persönlicher Flop des Jahres 2015). Was mir im letzten Jahr besonders gut gefallen hat, waren die ganzen neu wieder aufgegriffenen älteren Franchises wie Jurassic Park. Oh war das toll, im Kino zu sitzen und in Jurassic World die ganzen Andeutungen auf die alten Filme zu bewundern.Und Dinos! Ganz viele tolle Dinos! Ich steh auf Dinos…
Genauso begeistert hat mich Avengers: Age of Ultron und zum Weinen gebracht als mein neuer Lieblingscharakter Pietro Maximoff direkt wieder den Löffel abgegeben hat. Ich leugne irgendwie immernoch, dass er WIRKLICH tot ist.Ich sehe ihn schon vor meinem geistigen Auge hinter Hawkeye stehen: „Didn’t see that coming?“
Das der neue Star Wars zu den wohl besten Filmen des letzten Jahres gehört, muss ich nicht noch extra schreiben. Irgendwie schon festgeschriebenes Gesetz.

Buch

Ully: Die Frage nach dem Buch des Jahres gestaltet sich schon schwieriger. Gerade vor kurzem habe ich ein ganz fantastisches Buch gelesen: Sophia, der Tod und Ich von Thees Uhlmann. Der Protagonist, dessen Namen man nie erfährt, lässt sein Leben einfach so dahintreiben – zum Sterben zu viel, zum Leben zu wenig, wie man so schön sagt. Doch dann, eines Tages steht der Tod bei ihm vor der Tür und eröffnet ihm, dass er nur noch drei Minuten zu Leben habe. Das es so einfach nicht ist, liegt auf der Hand. Der Gedanke an sein baldiges Ableben ist es allerdings, der den Protagonisten noch einmal so richtig aufblühen und sein Leben überdenken lässt. Ein tolles Buch, lustig, traurig und so wunderschön melancholisch. Aber wenn das einer kann, dann Thees Uhlmann, der mich auch mit seiner Band Tomte und seinem Soloprojekt schon lange begleitet.
Wer leichtere Unterhaltung aus dem Bereich der Urban Fantasy sucht, dem kann ich
Die Chronik des Eisernen Druiden von Kevin Hearne empfehlen. Die Reihe umfasst bisher drei Bände (Gehetzt, Verhext, Gehämmert) und ist mir völlig zufällig in einer Bahnhofsbuchhandlung in die Hände gefallen, als ich verzweifelt nach Lesestoff für eine längere Fahrt suchte. Erwartet habe ich eigentlich nicht viel, wurde aber positiv überrascht. Die Geschichten sind abwechslungsreich und sehr unterhaltsam, die Charaktere originell und liebenswert (meistens) und im Verlauf der Geschichte begegnet man häufiger bekannten Gesichtern, denn es wird sich quer durch sämtliche Pantheons bewegt. Hauptcharakter Atticus ist Ire, weshalb anfangs natürlich die irische Götterwelt im Vordergrund steht. Mit dieser hat Atticus, der letzte noch lebende Druide, es sich größtenteils leider ziemlich verscherzt und hat sich daher nach Arizone zurückgezogen. Möglichst weit weg von allem mystischen und magischen und vor allem von irischen Gottheiten. Zumindest dachte er das.

Weitere Bücher, die ich unkommentiert empfehlen möchte:
Markus Heitz –
Exkarnation & Exkarnation: Seelensterben
Adam Fletcher –
Make Me German
Tommy Krappweis –
Ghostsitter

Sara: Leider muss ich zugeben, dass ich etwas lesefaul geworden bin im letzten Jahr. Welches Buch mich aber dennoch total aus den Socken gehauen hat ist „You’re never weird on the Internet (almost): A Memoir„, die Biografie von Felicia Day. Sie berichtet nicht nur von den lustig Seiten ihres Lebens, sondern auch von den weitaus ernsteren: Ihre Biografie ist in dem Rahmen entstanden, dass ihr geraten wurde mit dieser ihre Angststörung zu bekämpfen. Daher lernt man gerade in diesem Buch auch die dunklen Seiten der so quirlig wirkenden Schauspielerin kennen. Die Anfänge von „Geek & Sundry“, dem von ihr mitgegründeten Blog, sowie die Entstehung ihrer Webserie „The Guild“. Felicia nimmt einen mit auf einen Roadtrip durch ihr Leben, wodurch man auch viele Dinge erfährt, die man als normaler Leser des Blogs nicht mitbekommen hätte. Unbedingt lesen!

Serien

Ully: Über meine Serie des Jahres will ich gar nicht allzu viele Worte verlieren. Mal schauen, ob das klappt. Sense8 ist die Serie, die mich dieses Jahr völlig umgehauen hat. Tolle Machart, interessante, abwechslungsreiche und spannende Story und absolut fantastische Charaktere, die man alle lieben lernt – jeden auf seine Art. Lasst mich nur so viel sagen, dass ich die erste und leider bisher einzige Staffel der Serie 3 ½ mal gesehen habe. Ich kann die nächste Staffel kaum erwarten! Genaueres zu der Serie erfahrt ihr in unserem Sense8 Artikel.
Eine weitere Serie, die mich sehr positiv überrascht hat und von der ich nun nicht mehr loskomme ist
iZombie. Ich habe erst lange mit mir gerungen, ob ich der Serie eine Chance geben soll, da ich mit der Zombiethematik normalerweise wenig bis gar nichts anfangen kann (Ja, ich weiß. Sorry, Walking Dead Fandom.). Aber iZombie ist einfach ganz anders! Ein völlig neuer Ansatz mit intelligenten Zombies (gut, das hatten wir auch schon bei In The Flesh) und Zombieismus als ein Virus, von dem man geheilt werden kann. Um Herr(in) der eigenen Sinne zu bleiben muss jedoch in regelmäßigen Abständen menschliches Hirn verzehrt werden. Das hat jedoch zur Folge, dass man plötzlich gewisse Charakterzüge seines Mittagessens teilt und Flashbacks aus dessen Leben empfängt. Dies nutzt Hauptperson Liv dazu Mordfälle aufzuklären, denn ihre Gehirne bezieht sie frisch aus der Pathologie, in der sie arbeitet. Immer neue Gehirne liefern immer neue Geschichten, sodass die Serie weit davon entfernt ist, langweilig zu werden. Lasst euch einfach auf diese verrückte Geschichte ein, ihr werdet es nicht bereuen!
Auch
Marvel hat zwei Serien veröffentlicht, bei denen zwei Frauen im Mittelpunkt stehen, die unterschiedlicher nicht sein können: Agent Peggy Carter und Jessica Jones. Zwei starke Frauen, die sich nichts sagen lassen und jeden in den Arsch treten, der es trotzdem versucht. Weiter so, Marvel! Wo bleibt denn jetzt unser Black Widow Film? Oder auch eine Serie?

Sara: Oh je, was ich im letzten Jahr so alles an Serien verschlungen habe. Die Liste ist lang und zeugt von ziemlich viel Langeweile in den Sommermonaten. Einer meiner Lieblinge aus 2015 war wohl eindeutig Outlander oder auch Once Upon a Time, die ich endlich mal nachgeholt habe. Momentan arbeite ich mich durch die unzähligen Staffeln von Pokemon. Wunderbare Kindheitserinnerungen. Gelobt sei Amazon Prime!
Genauso wie meine liebe Kollegin hat mich auch die Serie iZombie total in ihren Bann gezogen. Ich mag zwar auch The Walking Dead sehr gerne, aber das ist nun einmal doch nochmal etwas anderes. Sehnsüchtig warte ich auf die Veröffentlichung der ersten Staffel auf DVD hier in Deutschland.
Was man dem deutschen Fernsehn ja lassen muss: 2015 haben sie mal vernünftige Serien ausgestrahlt, sodass selbst ich jede Woche brav hinter der Flimmerkiste saß und ganz altmodisch Woche für Woche mitgefiebert habe. Sei es The 100 oder Outlander. So kann es 2016 weiter gehen!

Games

Indie Arena, Foto: Tobias Schad

Indie Arena, Foto: Tobias Schad

Ully: Mein Spiel des Jahres ist – Überraschung! – kein Videospiel, sondern ein ganz altmodisches Brettspiel. So richtig mit Spielfiguren, Würfeln und Spielkarten. Das Spiel trägt den Namen Die Legenden von Andor und ist in der Basisversion für maximal vier Spieler vorgesehen. Jeder Spieler wählt einen von vier vorgegebenen Charakteren (Zwerg, Elfenmagierin, Krieger oder Bogenschütze), die alle verschiedene Fähigkeiten haben. Zusammen müssen die Helden nun das Land Andor vor Invasionen böser Kreaturen schützen und dabei verschiedenste Aufgaben erledigen. Nur wenn alle zusammenarbeiten kann es den Spielern gelingen, das Spiel zu gewinnen.
Es existieren verschiedene Erweiterungen, die neue Legenden oder Helden mit ins Spiel bringen, sodass das Spiel immer abwechslungsreich und spannend bleibt. Eine wirkliche Empfehlung für kleinere Spieleabend!

Sara: Mein kleines persönliches Gaming Highlight aus dem letzten Jahr war wohl meine neue Gamecube. Mein Freund hat mir damit eine riesige Freude gemacht und mir eine Gamecube im selbst lackiertem Zelda-Look zum Geburtstag geschenkt. Natürlich mit den passenden Spielen dabei.
Was dieses Jahr auch mein Herzchen erobert hat ist auf der Playstation 3 Disney Infinity. Mein Sammelfieber wurde geweckt und schwupps waren ganz viele der Figuren in meinem Besitz, die man auf die Disney Infinity Station setzen kann, sodass sie im Spiel erscheinen. Fehlen mir nur noch die neuen Star Wars Figuren in meiner Sammlung.

Unterwegs

Ully: Mein Event des Jahres war natürlich die letzte RingCon, die dieses Jahr im November in Bonn stattfand. Die Nachricht, dass es sich tatsächlich um die Letzte ihrer Art handeln sollte, traf uns nur wenige Tage vorher und der Schock saß bei der Ankunft in Bonn noch immer tief. Und dennoch (oder gerade deswegen?) wurde es eine fantastische Con mit vielen tollen Gästen und guten Freunden, ein würdiger Abschluss für 15 Jahre RingCon. Unsere Freunde aus der Game of Thrones Crew, die genau wie Moderator Mark Ferguson quasi schon zum Inventar gehören, sorgten für großen Spaß in ihren Panels und auf den Parties, doch auch die Outlander-Herren (unter ihnen auch Graham McTavish, der uns ja nun weiß Gott kein Unbekannter ist) und Spartacus-Darsteller Liam McIntyre schlossen wir schnell ins Herz. Groß war die Freude als es hieß, dass, auch wenn nächstes Jahr ausgesetzt werden muss, in 2017 wieder eine FantasyCon stattfinden wird. Wie und wo auch immer.
Ein weiteres tolles Event war natürlich unser Familientreffen an Ostern, die HobbitCon. Zu unseren Zwergendarstellern, ohne welche die HobbitCon gar nicht vorstellbar wäre, gesellten sich diesmal auch Luke Evans und sein Film-Sohn Bain, gespielt von John Bell. Sylvester McCoy kehrte in alter Frische nach Bonn zurück und erneut blieb bei seinen Panels kein Auge trocken. Wirklich nirgends ist die Stimmung so familiär wie auf der HobbitCon und umso glücklicher bin ich, dass wir nächstes Jahr abermals eine zu feiern haben werden.

Closing Ceremony, Foto: Tobias Schad

Closing Ceremony, Foto: Tobias Schad

Sara: So viele schöne Dinge, die ich 2015 erleben durfte. HobbitCon, Gamescom, RingCon und mein Highlight: Die Star Wars Premieren Nacht in Münster. Huui, hat das ein Spaß gemacht. Das Kino war brechend voll um kurz vor 12. Ganz viele tolle Cosplayer, die die Vorfreude auf den Film noch steigerten. Ein paar Tränchen gab es bei unseren Fahrten aber zu vergießen: Die letzte RingCon fand im Herbst statt. Danke für die wundervolle Zeit und die vielen Freunde, die ich dort gefunden habe! Danke an alle RingConnies da draußen!

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