Serienempfehlung: Heroes Reborn

Kennt ihr das, wenn ihr euch total auf etwas freut – und es dann irgendwie verpasst? Ja, ich normalerweise auch nicht. Trotzdem ist mir genau das passiert. Als mir letztes Jahr jemand erzählte, dass es eine Fortsetzung von Heroes geben soll, konnte ich es erst nicht glauben. Heroes? Erinnert sich noch jemand? Ich weiß noch ganzgenau, wie meiner Mutter und ich jede Woche gespannt vor dem Fernseher saßen und mitfieberten! Die Serie lief ab 2007 (Gott, ist das lange her … ) im Abendprogramm bei RTL II, wurde irgendwann aufgrund schlechter Einschaltquoten ins Nachtprogramm verschoben und endete 2010 nach 4 Staffeln. Wobei, diesen gemeinen Cliffhanger kann man ja schlecht als Ende bezeichnen.

Heroes dreht sich um verschiedene Menschen, die unabhängig voneinander entdecken, dass sie besondere Fähigkeiten haben. Diese Fähigkeiten können ganz verschieden sein, von Selbstheilungskräften über die Fähigkeit, Gedanken zu beeinflussen, bis hin zum Fliege oder dem beeinflussen von Raum und Zeit. In meinen Augen zeichnete sich die Serie durch die vielen verschiedenen Handlungsstränge aus, die alle aber irgendwie, irgendwann zusammenliefen. Hier habt ihr zur Auffrischung des Gedächtnisses den Trailer der ersten Staffel:

2014 wurde dann (und das ging in der Tat völlig an mir vorbei) Heroes: Reborn angekündigt, eine in sich abgeschlossene Miniserie bestehend aus 13 Folgen. Die Serie setzt einige Jahre nach dem Ende von Heroes ein, ein Jahr nachdem bei einem Terroranschlag in Odessa, Texas, viele Menschen ums Leben gekommen sind. Die Regierung schiebt die Schuld den „Evos“ oder „evolved humans“ in die Schuhe – nicht zuletzt da es ein fragwürdiges Video gibt, in welchem sich der Heroes-Fans bestens bekannte Mohinder Suresh zu der Tat bekennt. Mohinder ist bei weitem nicht das einzige bekannte Gesicht, dem man im Verlauf von Heroes: Reborn begegnet, doch größtenteils stehen neue Charaktere im Vordergrund. Wie schon bei Heroes werden viele einzelne Handlungsstränge verfolgt, die am Ende (vermutlich) alle zusammenlaufen.

Heroes: Reborn startete am 24. September 2015 auf dem amerikanischen Sender NBC, das Serienfinale wird morgen (!), am 20. Januar ausgestrahlt. Danach ist es leider auch schon wieder vorbei, denn leider wird es bei diesen 13 neuen Folgen bleiben – diesmal hoffentlich zumindest ohne Cliffhanger.

Ich habe die neuen Folgen jetzt in kürzester Zeit nachgeholt, da mir wirklich erst Anfang Januar aufgefallen ist, dass die Serie schon längst ausgestrahlt wird, und finde es sehr schade, dass wir von den neuen Charakteren nicht mehr sehen werden. Anfangs habe ich die „alten“ Hauptcharaktere noch ein wenig vermisst, das hat sich dann aber schnell gelegt. Es hat ein paar Folgen gedauert, bis ich die neuen Helden ins Herz geschlossen hatte, aber umso trauriger wird es sein, sie nach so kurzer Zeit wieder verlassen zu müssen. Genau wie die alten Staffeln von Heroes hält Heroes: Reborn einige plot twists bereit, sodass es auf keinen Fall langweilig wird. Viele Charaktere machen in nur 13 Folgen eine sichtbare Entwicklung durch, teilweise zum Besseren, teilweise deutlich zum Schlechteren. Auch was aus einigen alten Bekannten geworden ist, ist erschreckend.

Bisher gibt es noch einiges, dass ich nicht ganz verstanden habe, und ich bin tierisch gespannt, ob sich das auch alles in der letzten Folge aufklären wird. Auf jeden Fall freut es mich sehr, dass Heroes – in welcher Form auch immer – doch noch eine Fortsetzung erhalten hat. Und eine, die es in sich hat! Ich wurde von Heroes: Reborn bestens unterhalten und kann die Serie jedem empfehlen, der noch einmal das Flair seiner alten Lieblingsserie erleben will. Neueinsteigern sei die Serie natürlich auch empfohlen, obwohl es ohne gewisse Vorkenntnisse an manchen Stellen zu Verwirrungen kommen kann.

Und zu guter Letzt habt ihr hier als Appetithäppchen noch den Trailer:

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