Installations-Hölle und ewige Einführung – Star Wars: The Old Republic Kritik

Ich muss zugeben, die allergrößte Heldin was MMORPGs angeht bin ich nun wirklich nicht. Immer ziemlich chaotisch und planlos geht es von einer Quest zur anderen und das es bei den Online-Spielen darum geht, auch mal mit anderen Spielern zu interagieren wird von mir eigentlich immer ignoriert. Warum ich dennoch ab und an mir ein Free-to-Play herunterlade? Nun, zum einen sind diese größtenteils umsonst, zumindest wenn man nicht die größten Ansprüche hat und nicht die besonders tolle Ausrüstung haben will. Außerdem ist es dann nicht so ärgerlich, wenn es einem dann doch nicht so gefällt wie gedacht. Dann löscht man es halt einfach wieder.

Als der neue „Star Wars“ Film rauskam, packte auch mich das Fieber und so wollte ich natürlich auch was die Games betraf nicht auf das Franchise Verzichten. Da ich mir aber bei den anderen Titeln unsicher war, ob sie mir gefallen würde, habe ich mir aus den oben genannten Gründen „Star Wars: The Old Republic“ auf meine alte Mühle heruntergeladen.

Worum geht es überhaupt?

„Star Wars: The Old Republic“ ist ein MMORPG aus dem Jahr 2011. Die Story bewegt sich etwa 3000 Jahr vor Darth Vader.

Ein neues Sith-Imperium hat sich entwickelt und strebt nach Rache an den Jedi. Die Zeit für die Rückkehr der Sith ist gekommen. Mit einem Überraschungsangriff des Sith-Imperators beginnt der Kampf um die Galaxie. Schließlich wird der Senat der Republik dazu genötigt auf Coruscant einen Friedensvertrag zu unterschreiben, der für diesen nicht gerade vom Vorteil ist. Ein Leben in ständiger Angst und Unsicherheit beginnt.
Die Spannungen verschärfen sich immer weiter, bis eine neue Generation von Helden der hellen und der dunklen Seite losgeschickt wird, um die Schwierigkeiten der chaotischen Zeit zu meistern und um das Schicksal der Galaxie zu kämpfen.

Und genau das sind dann wir…

Meine Erfahrungen und Kritik an dem Spiel

Nachdem ich stundenlang auf den Abschluss des Downloads gewartet habe (Sorry Mama, dass ich das Internet blockiert habe), dachte ich eigentlich direkt mit meiner Wunschrasse Twi’lek loszocken zu können. Naja, denkste. Nach dem Download folgte eine ebenso lange Installationsphase, die bis heute noch nicht bei mir abgeschlossen ist (Verflucht sei das schlechte Internet bei meinen Eltern). Dies schienen die Entwickler mit eingeplant zu haben und man konnte zumindest die Einführungsstory schon einmal spielen. Aber freie Rassenauswahl war dennoch nicht möglich. Drei Möglichkeiten standen dem einfachen Free-to-Play Spieler zur Verfügung: Mensch, Cyborg und Zabrak. Außerdem konnte man sich gleich zu Beginn entscheiden ob man lieber auf der hellen oder der dunklen Seite kämpfen, sowie welche Klasse man sein möchte. Da ist die Auswahl dann wieder ziemlich groß: Auf der hellen Seite kann man zwischen Soldat, Schmuggler, Jedi-Ritter und Jedi-Botschafter wählen. Bei der dunklen Seite zwischen Kopfgeldjäger, Sith-Krieger, Imperialer Agent und Sith-Inquisitor.

Bei meiner ersten Runde habe ich mich für einen menschlichen Jedi-Ritter entschieden. Die Story war meiner Meinung nach anfangs etwas langweilig, wurde aber mit der Zeit immer besser, bis zum Ende der Einführungsstory, das mich wirklich umgehauen hat. Was ich super fand, war, dass ich mich bei den Dialogen für eine Antwort entscheiden konnte bzw. musste, die dann auch wirklich das Spiel beeinflusst. Gerade am Ende musste ich mir schon ganz genau überlegen was ich tue und auf welche Seite ich mich stelle. Denn Jedi ist nicht gleich Jedi.
Die Einführungsgeschichte dauert schon recht lange und ist zwischenzeitlich von den Missionen sehr eintönig. Sehr häufig tauchen auch Nebenquests auf, die meiner Meinung nach völlig überflüssig sind und das ganze nur unnötig in die Länge ziehen.

Und noch eine Runde!

Da die erste Einführungsstory am Ende war und die verfluchte Installation noch immer nicht, habe ich mir gleich noch einen Charakter erstellt. Dieses Mal wollte ich mal auf die andere Seite und habe mir eine Sith-Inquisitorin gebastelt. Im Großen und Ganzen war das Konzept der Einführung gleich: Man startet als Schüler und muss sich erst einmal beweisen. Das bei den Sith der Umgangston etwas rauer ist, ist ja wohl klar und es machte mir irre Spaß die aufsässige Schülerin zu geben. Was mir allerdings schon nach ein paar Spielminuten aufgefallen ist, war, dass der Schwierigkeitsgrad um einiges höher war. Wie bei den Jedi einfach so durch die Feinde marschieren war echt nicht drin und ich musste höllisch aufpassen nicht von meinen Gegner entdeckt zu werden.
Bei meiner letzten Quest liefen ein anderer Spieler und ich permanent parallel, sodass er mir irgendwann eine Gruppenanfrage schickte. Toll, gerade ich, die so unglaublich gerne im Team zockt. Probiert habe ich es trotzdem und es hat anfangs auch super geklappt, bis, ja bis wir in das Story-Areal kamen, in dem wir uns nicht mehr gemeinsam durch die Droiden-Reihen metzeln konnten. Jeder war auf sich allein gestellt und ich verreckte ein ums andere mal. Das mein Partner munter weitermachte konnte ich am Bildschirmrand erkennen. 10 Minuten dauerte es und ich schaltete entnervt einfach den Laptop aus.

Fazit

Das Spiel ist ok. Es hat seine Schwächen, aber für ein Free-to-Play gut.
Hin und wieder etwas verbugt, sodass man einen Mitspieler, anstatt in seiner tollen Ausrüstung, in einem pinken Etwas herumlaufen sieht. Spaß macht es auf jeden Fall und ganz ehrlich, die dunkle Seite ist spannender. Auch wenn es mich einige Nerven kostete. Vielleicht versuche ich es heute Abend noch einmal und blockiere hier wieder das Internet. Sorry Mama.

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