Künstler-Interview: Sarah Buchholz

Der zweite Teil unserer Künstler-Interviews! Dieses mal mit Sarah Buchholz, Papilio Art & Illustration. Schaut mal auf ihrer Seite vorbei! Sie hat so viel wundervolles zu entdecken.

Wie lange zeichnest du schon?

Ich zeichne eigentlich schon immer, seit ich ein kleines Kind bin. Quasi seit ich einen Stift in der Hand halten kann, wie wahrscheinlich viele andere hier auch. Digital zeichne ich seit 13 Jahren.

Hast du deinen Stil stets beibehalten oder hat er sich ständig weiterentwickelt?

Als kleines Kind, ungefähr bis zum Teenageralter habe ich immer Tiere und Natur gemalt, dann kam ich in die Anime/Manga-Szene – also große Augen, Blumen, geschwungene Haare – und mit 16 habe ich dann angefangen, mich auf Landschaften zu konzentrieren und in einem etwas realistischeren – vielleicht sogar impressionistischen – Stil zu malen.

Woher nimmst du deine Inspiration?

Aus meinem Alltag. Ganz einfach aus dem, was mich umgibt und was ich schön finde. Ich schaue auch oft bei anderen Künstlern, was mir an dem Bild gefällt und was mich warum berührt. Kunst ist für mich dann Kunst, wenn sie aus Notwendigkeit entstanden ist. Ganz oft ist es auch so, dass es mir schlecht geht und ich einfach dieses Gefühl, diese Stimmung visualisieren will.

Hast du irgendwelche Lieblingsmotive? Was zeichnest du am liebsten?

Am liebsten junge Frauen, die irgendwie melancholisch gucken und Blumen zeichne ich sehr gerne.

ComicCon Germany 2016 Stuttgart, Panels Tag 2, 26.06.2016, Foto: Tobias Schad

Sarah Buchholz an ihrem Stand auf der Comic Con Germany, Foto: Tobias Schad

Was war das anspruchsvollste, was du je gezeichnet hast?

Also, was mich technisch besonders herausgefordert hat, das wäre dieses Bild. Das ist in nur 2 ½ Stunden entstanden, und normalerweise bin ich jemand, der sich sehr viel Zeit für seine Bilder nimmt. Hier hatte ich mir gesagt: Nicht länger als zwei Stunden! Eigentlich sollte das nur eine Übung sein, rein intuitiv und ein bisschen experimentell. Das war für mich das Anspruchsvollste.
Aber Selbstdisziplin ist ja auch irgendwo ein Anspruch, und da war der Blumenmarkt eine Herausforderung. Das hat einfach ewig gedauert und ist einfach nicht fertig geworden. Aber ich hab mich immer wieder hingesetzt und habe mir gesagt: Weitermachen! Jetzt nicht aufgeben!

Was ist denn dein Lieblingswerk aus allen, die bisher entstanden sind?

Hm. Ich denke, das ist das Flugbild. Das war für mich das erste mal, dass ich versucht habe den Pinselduktus experimenteller darzustellen, sodass man wirklich den Duktus sieht. Einfach ein bisschen rougher und scetchier. Das hat schon so ein bisschen meinen neuen Stil eingeleitet.

Ist die Comic Con Germany deine erste Convention?

Nein, meine zweite. Die erste war die Comic Con letztes Jahr im Dezember in Dortmund.

Was machst du denn eigentlich beruflich? Auch etwas kreatives?

Also, ich studiere gerade. Bachelor, 6. Semester, Literatur und Religionswissenschaft. Die Kunst mache ich nebenbei. Das ist schon ein anspruchsvolles Hobby, und ein zeitraubendes. Aber ich mache das gerne. Mein Ziel ist es natürlich irgendwann mal mein Hobby zum Beruf zu machen.

ComicCon Germany 2016 Stuttgart, Panels Tag 2, 26.06.2016, Foto: Tobias Schad

Foto: Tobias Schad

 

Vielen Dank für das Interview!

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