The Cursed Child – Spoiler Kritik zum Buch

Eigentlich wollte ich ja auf die deutsche Version warten. Vor ein paar Tagen hatte ich sie sogar vorbestellt. Am Montag überkam es mich dann aber doch: Ich musste „Harry Potter and the Cursed Child“ JETZT haben. Unbedingt. Komme was wolle.
Aus reiner Neugierde schaute ich auf der Internetseite des Buchladens meines Vertrauens nach, ob noch welche im Bestand wären bzw. ob die englische Ausgabe überhaupt hier verfügbar wäre.

Bestand: 2

Etwas Panik stieg in mir auf. So schnell konnte keiner gucken, wie ich wieder aus meiner Jogginghose zurück in Jeans und Turnschuhe war und aus der Haustür raus Richtung Stadt sprintete. NATÜRLICH musste es in diesem Augenblick anfangen zu regnen.
Keine 10 Minuten später stand ich schwer atmend, klätsch nass bis auf die Knochen im Buchladen und stellte fest: Die Internetseite hatte gelogen! Nicht zwei einsame Exemplare lagen im Bücherregal, sondern gefühlt 50 Stück! Aber ich war glücklich..

An der Kasse stellte ich dann auch fest, dass ich einen Schirm gehabt hätte… Der kam dann zum Einsatz, um meine wertvolle Fracht nach Hause zu transportieren.

Dort angekommen verkroch ich mich gleich in mein Bett und begann zu lesen…

VON NUN AN BEGINNT DIE AUSFÜHRLICHE KRITIK: SPOILER SPOILER SPOILER

 

Wer nun immer noch liest sei erneut gewarnt: Es folgen SPOILER und meine Meinung zu verschiedenen Textpassagen. Ich kommentiere nicht jede Szene, sondern nur einzelne Aspekte, zu denen ich meinen Senf dazu geben möchte:

(1) Das Buch beginnt am King’s Cross mit der Familie Potter und ich meine mich zu erinnern, dass das siebte Buch mit eben diesem Dialog aufgehört hat. Mag mich aber irren, da ich meine Harry Potter Bücher gerade nicht zum Nachschauen hier habe.
Auf jeden Fall lässt einen diese Szene wieder unglaublich schnell in die magische Welt eintauchen. Als wäre man niemals weg gewesen.

(2) In der nächsten Szene nimmt die Geschichte ein etwas verwirrendes Tempo an und wie in einem Zeitraffer liest man über die Häuser-Zeremonie, Albus Veränderung, sein Leben auf Hogwarts und wie seine Beziehung zu seinem Vater Harry anfängt zu kriseln. Ich muss zugeben, dass ich diesen Zeitraffer gerade am Anfang etwas störend finde, da ich doch liebe in Ruhe in die Geschichte eingetaucht wäre. Allerdings darf man natürlich auch nicht vergessen, dass es sich eigentlich um ein Theaterstück handelt und es einfach an Zeit fehlt, um „unwichtige“ Dialoge und in Hogwarts Rumgewusel darzustellen.

(3) Die Dialoge zwischen Hermine, Harry, Ron und Draco im Ministerium brachten mich immer wieder zum Lachen. Es ist so, als wären sie immer noch die Hogwartsschüler, die sich auf den Gängen wütende Blicke zuwerfen. Einfach großartig!

(4) Einige Szenen weiter kommt der Ausbruch von Albus und Scorpius aus dem Hogwartsexpress. Äußerst verwirrende Szene, besonders das Auftreten der Süßigkeiten-Dame. Ich hätte mich zu Tode gefürchtet! Bei Merlins Bart, hätte ich Angst gehabt.

(5) Albus, Delphi und Scorpius holen den Zeitumkehrer: In der Szene werden die Charaktere, besonders der von Scorpius, noch ein bisschen mehr beleuchtet. Hach, ich mag den kleinen Malfoy wirklich gerne. Ach ja: Das Gerücht, dass Scorpius der Sohn von Voldemort sein sollte… So unwahrscheinlich und definitv Unfug. Wer kam denn bitte auf den Mist? Gerade bei den Malfoys steht jedem doch die Familienzugehörigkeit ins Gesicht geschrieben.

(6) Die Rückkehr alter Bekannter: Bei Umbridge hätte ich am liebsten Gift und Galle gespuckt, aber bei Snape… Mein Herz wurde schwer. Endlich hatte er noch einmal die Chance, der Held zu sein, der er wirklich war.

(7) Voldemorts Tochter: Das Voldemort eine Tochter hat fand ich… etwas drüber. Klar, eine wirklich überraschende Enthüllung, aber irgendwie meiner Meinung nach nicht passend. Ich meine, als ob Voldemort sich über Nachkommen Gedanken gemacht hätte, wo er doch davon ausging, dass er für immer herrschen würde. Ein Nachkomme hätte doch nur eine Bedrohung dargestellt.

(8) Bevor ich mit dem Lesen beginne, blättere ich immer ein bisschen durch die Bücher und lese ein paar Fetzen. Blöde Angewohnheit. Bei „The Cursed Child“ war es folgende Stelle:

„He´s coming. He´s coming right know.“ Voldemort comes through the back of the stage.

So aus dem Zusammenhang gerissen war das wohl das schockierenste überhaupt und ich habe mich zu Tode erschrocken. Alleine deshalb musste ich das Buch direkt durchlesen, um mich zu beruhigen.

(9) Das Ende: So wünscht man sich ein Ende. Alles ist wieder gut. Und auch Harrys miesen Charakterzüge, die er in „The Cursed Child“ gezeigt hat, werden wieder ins richtige Licht gerückt. Ein Ende zum wieder glücklich sein und ohne gebrochene Herzen.

(10) Eine Sache, die mir keine Ruhe lässt: Wo ist Teddy?

Ein Kommentar

  • Ich weiß gar nicht, ob Voldemort überhaupt von seinem Offspring wusste :D (Andererseits bin ich auch nicht sicher, ob’s Bellatrix aufgefallen ist, bevor die Wehen eingesetzt haben, sonst hätte die doch mit Sicherheit ’ne magische Abtreibung vorgenommen oder so. Oder war’s so ’ne Art „oooh, ich trage den Evil Spawn des Dunklen Lords in miiir!“? Wer weiß >.>)
    Ich vermute ja auch, dass die Zeugung jetzt nicht, äh… biologisch in dem Sinne stattgefunden hat. (Schon alleine, weil ich das Kopfkino vermeiden will >.>) Mehr so dämonische Besessenheit, Kopf um 180° drehen, kreischen und seltsames Gezucke. (… ok, das macht mir jetzt doch Kopfkino. @_@)

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