Never change a running system? Pokémon macht’s vor!

Pokémon Sonne und Mond haben schon vorab einen riesigen Hype ausgelöst. Die Videos und auch die Demo ließen auf einiges hoffen. Seit etwa einer Woche ist das Spiel erhältlich, stößt aber nicht nur auf Begeisterungsstürme.

Auch ich bin direkt am ersten Tag nach der Uni in die Fußgängerzone gehechtet und habe mir eines der letzten Exemplare geholt. Meine Wahl fiel auf Mond, was in erster Linie dem wunderschönen legendären Pokémon verschuldet ist.

Bei mir läuft es eigentlich immer gleich ab, wenn ich mit einer neuen Edition beginne. (Eine kurze Bemerkung am Rande: Ich habe bereits Rubin, Saphir, Smaragd, Diamant, Platin, Schwarz, Weiß und Omega Rubin gespielt.) Nach Start des Spiels hetze ich durch die Einleitung, die ersten Routen und Arena-Kämpfe, um mir mein perfektes Team zusammen zu stellen. Welches bei mir, wenn ich die Chance dazu habe, außer ein oder zwei Änderungen immer vollkommen identisch ist. Doch bei Pokémon Mond war es anders: Das Spiel selbst hat mich von meiner Routine abgehalten. Es hat mich gezwungen mich mit einer Story auseinander zu setzen, die ich nicht durch ein dauerhaftes Drücken des A-Knopfes ignorieren konnte, um endlich Pokémon zu fangen.

Ich war zunächst missmutig. Was sollte das? Warum dieses wundervolle Konzept ändern? Never change a running system! Na klar, die Story wurde bereits vorher lang und breit angekündigt, aber das sie doch so vehement eingeführt wurde… Ich war mir nicht ganz anhang3sich, was ich von den ganzen Cutscenes halten sollte und auch jetzt, nach einigen Spieltagen, bin ich eher genervt von den langen Video-Sequenzen, die immer wieder meinen Spielfluss unterbrechen. Die Story auf der anderen Seite gefällt mir wirklich gut. Die Charaktere erhalten mehr Tiefe (zumindest was an Tiefgang in einem Pokémon-Spiel möglich ist) und man lernt die Welt von Alola näher kennen. Doch genau da befinde ich mich in einer Zwickmühle: Ohne diese vielen Video-Sequenzen wäre die Story nur schwer möglich. Ich lasse diesen Kritikpunkt mal so im Raum stehen, da ich selbst zu keiner Lösung komme, die mich zufrieden gestellt hätte. Ich bin eine ewige Nörgelerin.

Wo ich hingegen wirklich glücklich drüber war, dass es geändert wurde, sind die Arenen. Von Edition zu Edition fühlte ich mich jedes Mal fürchterlich unter Druck gesetzt, wenn es an eine neue Arena ging und besonders vor der Wasser-Arena, da ich IMMER das Feuerstarter wähle, schlotterten mir die Knie. Die Inselprüfungen sind wirklich abwechslungsreich und man weiß zumindest nicht immer ganz genau was einen erwartet, außer dem Herrscher-Pokémon am Ende. Sie passen sich optimal dem Spielfluß an und unterbrechen die Story nicht immer wieder, wie die Arenen in den alten Editionen es oft getan haben.

Optische Grenzen

So wunderschön die neue Grafik von Sonne und Mond auch ist, man merkt deutlich, dass der 3DS an seine Grenzen stößt. Viel mehr Lade-Bildschirme und das sogar kleinere Wiesenabschnitte in den Städten immer wieder durch Betreten des eingezäunten Bereiches neu geladen werden müssen, zeigt, dass an dieser Stelle Schluss ist. Selbst auf die 3D Funktion musste verzichtet werden, was vielleicht ein Grund dafür wäre, bei der nächsten Edition einen Gang zurück zu schrauben…

Aber genug von meiner Nörgelei: Was mich wirklich riesig gefreut hat, war, dass bereits am Anfang des Spiel so unglaublich viele tolle Pokémon aufgetaucht sind! Keine 150000 Taubsis und Rattfratz. Nein! Ich hatte bereits zu Anfang ein Nebulak, was mich immer noch begleitet. Und ein Abra und Smettbo. (Eine kurze Bemerkung am Rande: Na? Fällt was auf? Alles erste Generation Pokémon über die ich mich so freue.)

 

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